FAQ

Häufig gestellte Fragen

Termine und Ablauf

Brauche ich bei akuten Erkrankungen einen Termin?

Nein, aber es wäre hilfreich, uns davor telefonisch zu kontaktieren, damit wir Ihnen den besten Zeitraum für Ihren Besuch nennen können.

Wie kann ich einen Termin ausmachen?

Am besten vereinbaren Sie einen Termin online. Falls Sie das nicht können oder nicht möchten, dürfen Sie uns natürlich gerne telefonisch kontaktieren. In unserer Praxis steht Ihnen auch ein iPad für die Festlegung von Online-Terminen zur Verfügung. Gerne helfen wir Ihnen dabei.

Gibt es Früh- und Spättermine für Berufstätige?

Ja. Sie können mittwochs und freitags bereits um 7.30 Uhr zu uns kommen. Montags haben wir für Sie bis 19.00 Uhr geöffnet. Für diese Termine werden besonders Berufstätige bevorzugt.

Ich habe meine gesetzliche Gesundheitskarte nicht zur Hand, darf ich zu Ihnen trotzdem kommen?

Ja, aber: Das Gesetz erlaubt uns nicht, Leistungen zu Lasten der Krankenkasse ohne Vorlage der Gesundheitskarte zu erbringen. Außerdem ist die manuelle Eingabe von Patientendaten sehr aufwändig, anders als beim einfachen Einlesen der Gesundheitskarte. Wir verlangen bei Nicht-Vorlegen der Gesundheitskarte 10 Euro Bearbeitungsgebühr. Bei Vorlegen der Gesundheitskarte bis Quartalsende, bekommen Sie 5 Euro zurück, andernfalls sind wir gezwungen, Ihnen eine Privatrechnung nach GOÄ auszustellen.

Wie funktioniert die Video-Sprechstunde?

Hier ein Info-Blatt der Kassenvereinigung: kbv.de/media/sp/Patienteninformation_Videosprechstunde.pdf

Ich möchte meine Laborergebnisse erfahren, brauche ich dafür einen Termin?

Nein. Sie dürfen täglich zwischen 12:00 und 12:30 telefonisch nach den Ergebnissen fragen. Bei akutauffälligen bzw. besonders relevanten Laborergebnissen, kontaktieren wir Sie schnellstmöglich.

Erhöhte Blutfette

Was versteht man unter hohen Blutfettwerten?

Erhöhte oder hohe Blutfettwerte werden auch Hyperlipidämie genannt, dabei liegen die Werte für die Blutfette Cholesterin und Triglyzeride über den Normalwerten. Cholesterin wird als Gesamtcholesterin, HDL-Cholesterin und LDL-Cholesterin gemessen. Zudem sind die freien Fettsäuren im Blut, die sogenannten Triglyceride von Bedeutung. 

Was ist gutes Cholesterin und was schlechtes Cholesterin?

HDL-Cholesterin wird oft als „gutes Cholesterin“ bezeichnet, da erhöhte HDL-Cholesterinwerte gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen können. Umgekehrt können niedriges HDL- und hohes LDL-Cholesterin ein Risikofaktor für solche Erkrankungen sein.

Jede Behandlung beginnt mit einer Ernährungsumstellung und der Änderung der Lebensweise. Manchmal ist es sinnvoll auch Medikamente zusätzlich einzunehmen.

Die Prognose hängt von den Cholesterinwerten ab und dem Gesamtrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Welche Werte gelten als zu hoch?

Hohe Blutfettwerte sind nur durch eine Blutuntersuchung zu erkennen und verursachen keine Beschwerden. Sie können jedoch unter Umständen das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt und der sogenannten Schaufensterkrankheit, eine schlechte Durchblutung in den Beinen, erhöhen und daher sollten zu hohe Werte gesenkt werden.

Wenn Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder andere Risikofaktoren vorliegen, sollte das Gesamtcholesterin unter 200 mg/dl liegen. Das nützliche HDL-Cholesterin sollte nicht unter 40 mg/dl liegen, und das schädliche LDL-Cholesterin sollte weniger als 120 mg/dl betragen. Triglyzeride sollten unter 180 mg/dl liegen.

Beachten Sie, dass diese Werte für Personen mit früheren Herzkrankheiten oder anderen Risikofaktoren für solche Erkrankungen zutreffen. Für Personen ohne derartiges Risiko bzw. entsprechende Erkrankungen können die Werte darüber liegen. Ihr Arzt kann Ihnen helfen, zu beurteilen, ob die Blutfette zu hoch sind.

Kommt erhöhtes Cholesterin nur von der Ernährung?

Bestimmte Medikamente können eine Rolle bei der Entwicklung hoher Blutfettwerte spielen. Dazu können Diabetes, Erkrankungen der Schilddrüse (Hypothyreose), Nieren- oder Lebererkrankungen, hoher Alkoholkonsum, die Verwendung bestimmter harntreibender Medikamente und bestimmte Medikamente wie Betablocker (Herzmittel), Kortison und Östrogen (weibliches Geschlechtshormon) gehören. Erhöhtes Cholesterin kann auch genetisch vererbt werden.

 

Welche Untersuchungen sind bei erhähtem Cholesterin wichtig?

Es ist wichtig, die verschiedenen Formen der Risikofaktoren abzuklären, beispielsweise ob andere Mitglieder der Familie oder Verwandtschaft hohe Blutfettwerte haben, ob Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie vorliegen oder ob der Patient Medikamente einnimmt, die die Blutfettwerte beeinflussen können. Da hohe Blutfettwerte einer von mehreren Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind, wird der Arzt auch Fragen zu Tabak- und Alkoholkonsum sowie zu den Ernährungsgewohnheiten stellen.

Die Messung der Blutfette ist für die richtige Diagnose entscheidend. Dies umfasst die Messung von Gesamtcholesterin, HDL-Cholesterin und Triglyzeriden. Mit den gemessenen Werten kann berechnet werden, wie hoch der Wert an dem schädlichem LDL-Cholesterin ist. Für die Blutabnahme von Gesamtcholesterin, HDL und LDL ist es nicht zwingend nötig, nüchtern (ohne Frühstück) zur Blutabname zu kommen, für die Bestimmung der Triglyceride ist dies jedoch notwendig. Da die Blutfette oft gemeinsam mit dem Blutzucker bestimmt werden, ist eine Nüchternblutabnahme insgesamt sinnvoll. 

Andere Untersuchungen, die durchgeführt werden können, sind Bestimmung der Blutzuckerwerte, Leber- und Nierentests und Urintests. Alles zielt darauf ab, eventuelle Krankheiten zu entdecken, die von den hohen Blutfettwerten verursacht werden können.

Wie lässt sich mein erhöhtes Cholesterin behandeln?

Leicht erhöhte Blutfette sind an sich kein großes Risiko, sondern es ist die Summe der verschiedenen Risikofaktoren wie erhöhte Blutfette, Bluthochdruck, Diabetes, erbliche Faktoren, Rauchen und Übergewicht, die von entscheidender Bedeutung ist. Diese Faktoren bilden auch die Grundlage für den Arzt, um zu bestimmen, welche Behandlungsform indiziert sein kann. Je mehr Risikofaktoren vorhanden sind, desto wichtiger ist es, sie zu behandeln, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu vermeiden.

Ernährungsumstellung und Gewichtsabnahme

Jede Behandlung beginnt mit eineErnährungsumstellung. Bei Übergewicht wird eine Gewichtsabnahme empfohlen. Rauchen ist ein großer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und daher ist es wichtig, mit dem Rauchen aufzuhören. Regelmäßige Bewegung verbessert die Zusammensetzung der Blutfette. Auch ist sie oft notwendig, um eine dauerhafte Gewichtsabnahme zu erreichen.

Wenn vor allem die Triglyzeridwerte erhöht sind, wird empfohlen, wenig Alkohol zu sich zu nehmen, einen evtl. vorhandenen Diabetes gut einzustellen und das Gewicht zu reduzieren.

Medikamentöse Therapie

Bei Patienten mit bekannter Herzerkrankung oder einer anderen Krankheit, wie verengte Halsgefäße, Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen, bieten sich cholesterinsenkende Medikamente an, wenn der Cholesterinspiegel über 200 mg/dl liegt.

Bei Entscheidungen über die Behandlung müssen Arzt und Patient gemeinsam beurteilen, wie hoch der Nutzen ist und welche Nebenwirkungen und Nachteile die Behandlung haben kann.

Ernährungsempfehlungen bei erhöhten Blutfettwerten

Verwenden Sie mehr

  • Pflanzenöle bei der Essenszubereitung: Olivenöl, Rapsöl, Sojaöl, Maisöl und Leinöl oder Walnussöl.
  • Brot und Getreide: Vollkornbrot, und auch zum Abendessen mehr ballaststoffreiche Getreideprodukte.
  • Fisch: Wenn möglich, essen Sie mehrmals wöchentlich Fisch als Brotbelag (v. a. Hering, Makrele, Thunfisch, Lachs). Auch zu den Hauptmahlzeiten ist 1- bis 2-mal pro Woche insbesondere fetter Seefisch zu empfehlen. Fischgerichte mit hohem Fettzusatz (z. B. frittierter oder panierter Fisch) sollten aber nur selten auf den Tisch kommen.
  • Kartoffeln: Essen Sie mehr Kartoffeln, Vollkornnudeln, andere Getreide und Gemüse statt fettreicher Beilagen bei den Mahlzeiten.
  • Fettarme Milch und fettarmer Joghurt.
  • Magerer Käse: Hüttenkäse, fettarmer Frischkäse und andere magere Käsesorten (0,9–7 % Fett).
  • Hülsenfrüchte: Erbsen, Bohnen und Linsen enthalten wenig Fett und sind cholesterinfrei, dabei aber sehr nährstoffreich.
  • Obst und Gemüse: Enthalten wenig Fett und kein Cholesterin. Die Empfehlung lautet, mindestens 500 Gramm Gemüse und Obst pro Tag zu verzehren.
  • Wasser ist das beste Getränk gegen Durst.

Verwenden Sie weniger

  • Butter und Margarine: Nur dünn aufs Brot streichen oder fettarme Margarine mit mindestens zwei Drittel ungesättigten Fettsäuren verwenden.
  • Süßigkeiten: Kuchen, Schokolade, Bonbons, Eis.
  • Saft, Limonade, Alkohol.
  • Snacks: Chips, Erdnüsse, Pommes frites.
  • Fertigprodukte: Blätterteig, Pizza, Backwaren können viel Trans-Fettsäuren enthalten, die sich ungünstig auf die Blutfettwerte auswirken.
  • Vermeiden Sie fette Saucen.
  • Fleisch: Schweinefleisch und dunkles Fleisch mit viel Fett, Hackfleischprodukte, Wurst.
  • Ei: Eigelb enthält viel Cholesterin. Ein Ei pro Tag zu essen, ist für die meisten aber ohne Einfluss auf den Cholesterinspiegel problemlos möglich. Personen mit hohen Cholesterinwerten sollten den Verzehr von Eigelb auf wenige Stück pro Woche beschränken. Eiweiß kann dagegen problemlos verzehrt werden, weil es völlig fett- und cholesterinfrei ist.
  • Vollmilch, Schlagsahne, Schmand und saure Sahne.
  • Käse (mit mehr als 20 % Fett).
  • Salz: Kochsalz.

Überweisungen und Rezepte

Wie lange ist eine Überweisung gültig?

Eine Überweisung ist für das ganze Quartal gültig.

Wie lange ist ein Rezept gültig?

Ich muss andere Fachärzte konsultieren, soll ich dafür eine Überweisung vom Hausarzt holen?

Ja, für alle Fachärzte (außer Zahnarzt) ist es sinnvoll, eine Überweisung vom Hausarzt zu holen. Überweisungen an Radiologen und Laboratorien sind sogar Pflicht. Mit Überweisungen stellen Sie sicher, dass Berichte des Facharztes zu Ihrem Hausarzt gelangen. Optimal ist, wenn alle Facharztberichte und Befunde beim Hausarzt landen, denn so bekommen Sie eine umfassende Beratung und Weiterbehandlung durch den Hausarzt.

Ich war zuerst im Quartal bei einem Facharzt. Brauche ich für den Hausarzt dann eine Überweisung?

Nein.

Ich habe gleich zu Quartalsanfang einen Termin bei einem Facharzt. Wann bekomme ich eine Überweisung von Ihnen als Hausarzt?

Bitte kontaktieren Sie uns einige Tage vor Quartalsende, damit wir die Überweisung für das Folgequartal vorbereiten. Sie können die Überweisung dann am ersten Tag des neuen Quartals bei uns abholen.

Ich war vor dem Hausarztbesuch ohne Überweisung beim Facharzt. Darf ich die Überweisung nachreichen?

Ja, Sie können eine Überweisung des Hausarztes nachreichen, wenn sie am selben Tag der Behandlung durch den Facharzt in unserer Praxis anrufen. Vorausgesetzt, der Grund für die Überweisung ist bei uns bekannt bzw. mit uns bereits besprochen. Es können weder ein Rezept noch eine Überweisung rückdatiert werden! Generell ist es jedoch für alle besser, wenn Sie den Hausarzt zuerst besuchen und die entsprechende Überweisung zum nächsten Facharztbesuch mitnehmen.

Ich habe ein Rezept/eine Überweisung via Telefon/Online bestellt. Wann kann ich es/sie abholen?

Rezepte und Überweisungen, die bis 12 Uhr bestellt werden, können in der nächsten Sprechstunde abgeholt werden. Rezepte und Überweisungen die nach 12 Uhr bestellt werden, können in der übernächsten Sprechstunde abgeholt werden.

Krankschreibung – Arbeitsunfähigkeit (AU)

Darf ich trotz Krankschreibung arbeiten gehen?

Ja. Wenn Sie sich in der Lage fühlen, Ihre Arbeit wieder aufzunehmen, dann dürfen Sie trotz Krankschreibung zur Arbeit. Die Krankschreibung erlischt jedoch damit. Wer also am nächsten Tag merkt, dass es doch keine gute Idee war, wieder zu arbeiten, muss erneut einen AU-Schein vom Arzt holen, auch wenn der erste noch nicht abgelaufen gewesen wäre.

Darf eine AU rückwirkend ausgestellt werden?

Dies ist nur in Ausnahmefällen erlaubt und maximal für 3 Tage rückwirkend möglich. Es muss in jedem Fall nachvollziehbar sein, dass der Patient vorher bereits arbeitsunfähig erkrankt war. Wenn Sie für längere Zeit nicht in die Praxis kommen können, dann buchen Sie einen Hausbesuch oder, falls möglich, eine Online-Sprechstunde.

Online-Sprechstunde

Wann darf ich eine Online-Sprechstunde buchen?

Wenn Sie nicht in der Lage sind, in die Praxis zu kommen. Gesetzlich Versicherte müssen in den letzten zwei Quartalen in meiner Behandlung gewesen sein. Andernfalls ist dies eine Privatleistung, die nach Gebührenordnung für Ärzte abzurechnen ist.

Ich bin gesetzlich versichert und war zwei Quartale in der Praxis bei Ihrem Vorgänger in Behandlung. Darf ich eine Online-Sprechstunde als Kassenleistung buchen?

Leider nicht. Die Zwei-Quartale-Bedingung gilt für den aktuell behandelnden Arzt und nicht die Praxis.

Welche Diagnosen rechtfertigen eine Online-Sprechstunde?

Verlaufskontrolle und Beratung bei Wunden, Bewegungseinschränkungen, Hauterkrankungen und zur Beurteilung der Stimme, des Sprechens und der Sprache.

HZV

Was ist HZV?

In der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) übernehmen Hausärzte als Spezialisten für den ganzen Menschen die Koordination der medizinischen Versorgung von den eigenen Patientinnen und Patienten.

Was bringt mir die HZV?

  • Kurze Wartezeiten und mehr Zeit für Ihre Anliegen.
  • Hausarzt als zentrale Anlaufstelle für Befunde und Berichte.
  • Die Koordination durch den Hausarzt erhöht die Qualität der Behandlung.
  • Unnötige Untersuchungen oder Arzneimittelverordnungen können so vermieden werden

Wie weiß ich, ob Sie einen HZV-Vertrag mit meiner Kasse haben?

Bitte sprechen Sie uns darauf an und wir informieren Sie nach unserem aktuellen Wissenstand.

Unsere Sprechzeiten

Mo08:00 – 12:0015:00 – 19:00
Di08:00 – 12:0015:00 – 18:00
Mi07:30 – 12:00
Do08:00 – 12:0015:00 – 18:00
Fr07:30 – 12:00

Akutsprechstunde

Akutsprechstunde (ohne Termin)
Täglich von 10:00 – 10:30 Uhr

Bitte werden Sie persönlich nur in dieser Zeit vorstellig. Wir bemühen uns die Wartezeiten so gering wie möglich zu halten.

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Krankschreibung – Arbeitsunfähigkeit (AU)

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